Übertragung & Schutz
Wie übertragen sich Hantaviren?
Hauptüberträger in Deutschland ist die Rötelmaus. Infizierte Tiere scheiden das Virus mit Urin, Kot und Speichel aus – Menschen infizieren sich meist über die Atemwege.
Die häufigsten Ansteckungswege
Einatmen von Aerosolen
Aufwirbeln von kontaminiertem Staub – z. B. beim Fegen von Schuppen, Dachböden oder Kellern.
Direkter Kontakt
Berührung von Mäusen, deren Ausscheidungen oder kontaminierten Materialien (auch über kleine Hautverletzungen).
Verunreinigte Lebensmittel
Selten, aber möglich, wenn Lebensmittel mit Mäuseausscheidungen in Kontakt kamen.
Mausbiss
Selten, aber dokumentiert.
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde in Deutschland bislang nicht beobachtet.
Praktische Schutzmaßnahmen
Vor dem Reinigen von Schuppen, Dachböden, Kellern oder Ställen 30 Minuten gründlich lüften.
Nicht trocken fegen oder saugen – stattdessen feucht wischen mit haushaltsüblichem Reinigungsmittel.
FFP2- oder FFP3-Maske, Gummihandschuhe und ggf. Schutzbrille tragen.
Tote Mäuse nur mit Handschuhen anfassen, in verschließbarem Beutel entsorgen, anschließend Hände gründlich waschen.
Mäuse fernhalten: Lebensmittel in dichten Behältern, Müll geschlossen, Spalten und Löcher abdichten.
Brennholz möglichst weit vom Haus stapeln und erhöht lagern.
Tipp für Risikoberufe
Forstarbeiter, Bauarbeiter und Landwirte sollten ihren Arbeitgeber auf den Arbeitsschutz hinweisen – persönliche Schutzausrüstung gehört in Risikogebieten zur Pflichtausstattung.