Symptome

Symptome einer Hantavirus-Infektion

Die Symptome treten meist 2–4 Wochen nach Ansteckung auf und ähneln zunächst einem schweren Grippeinfekt. Der Verlauf kann in mehreren Phasen erfolgen.

Wichtig: Nicht jede Infektion verläuft schwer. Viele Fälle bleiben mild oder werden nicht erkannt. Die unten beschriebenen Phasen treten besonders bei der in Deutschland häufigsten Form (HFRS, hervorgerufen durch das Puumala-Virus) auf.

1. Frühphase (Tag 1–4)

  • Plötzlich einsetzendes hohes Fieber (>38,5 °C)
  • Starke Kopfschmerzen
  • Glieder- und Muskelschmerzen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl, Schüttelfrost
  • Manchmal Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen

2. Hypotensive Phase (Tag 4–7)

  • Blutdruckabfall, teilweise Schock
  • Sehstörungen (verschwommenes Sehen)
  • Punktförmige Hautblutungen möglich
  • Anhaltende Rückenschmerzen, besonders im Lendenbereich

3. Oligurische Phase (Tag 7–12)

  • Stark verminderte Urinausscheidung
  • Zeichen von Nierenversagen
  • Wassereinlagerungen
  • Häufig stationäre Behandlung notwendig

4. Polyurische & Erholungsphase

  • Stark erhöhte Urinausscheidung
  • Langsame Erholung der Nierenfunktion
  • Erschöpfung kann Wochen anhalten

HFRS vs. HPS – die zwei Krankheitsbilder

HFRS (Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom)

Verbreitet in Europa und Asien – auch in Deutschland. Hauptbetroffen sind die Nieren. In Deutschland meist durch das milder verlaufende Puumala-Virus.

HPS (Hantavirus-Pulmonales Syndrom)

Vorwiegend in Nord- und Südamerika. Betrifft vor allem die Lunge und verläuft häufig schwerer. In Deutschland nicht heimisch.